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Wie mache ich Wahlkampf auf Facebook, Twitter & Co?

Wie nutzt du Social Media, um dich und deine Anliegen deiner Wählerschaft und den Medien vorzustellen? Dieser Frage gehen wir in diesem Beitrag nach.

Videobeitrag von Samira Marti, die aktuell jüngste Nationalrätin, SP, BL

Welcher Kanal dient wozu?
Mit Facebook, Instagram und Twitter erreichst du ganz unterschiedliche Zielgruppen. Werde dir bewusst, welche Zielgruppe du ansprechen willst und welche Kanäle du auch aktiv bewirtschaften willst. Entscheide dich und lege einen Fokus. Kurz kann man sagen:

  • Twitter: Diskussionsforum zwischen Journalistinnen und politisch aktiven Menschen
  • Facebook: Persönliches Umfeld und eine eher ältere Zielgruppe bzw. über 35 Jahre alt
  • Instagram: Jüngere Zielgruppe, zwischen 16 und 35 Jahre alt

Wie präsentierst du dich auf Social Media?
Wenn du ein bestehendes Profil hast, dann arbeite damit, denn hier verfügst du bereits über ein Netzwerk. Nimm Freundschaftsanfragen an, um dein Netzwerk kontinuierlich auszubauen. Überlege dir auch, wie und wieviel du dich auf Social Media zeigen willst. Ob du alle Ferienfotos mit deinen Kindern teilst oder nur zu deinen Wahlkampf-Events einlädst - es gibt kein richtig oder falsch. Überlege dir gut, welche Informationen du preisgeben willst und lösche allenfalls persönliche Beiträge, die du nicht teilen möchtest.

Wie nimmt man dich als politische Stimme wahr?
Teile nicht bloss fremde Beiträge sondern nutze deine Beiträge, um pointiert deine Meinung zum politischen Alltag auszudrücken. Mit Beispielen aus deinem persönlichen oder beruflichen Umfeld machst du deine Anliegen glaubwürdiger. Mit Hashtags kannst du dich in bestehende Diskussionen einklinken. Vergiss nicht Personen in deine Beiträge einzubinden, indem du sie markierst. Fordere Menschen dazu auf, zu kommentieren - so schaffst du Interaktionen. Und Interaktionen sind deshalb wichtig, weil du erst so als politisch aktiver Mensch auf den Sozialen Medien wahrgenommen wirst und nicht wie eine Wahlkampf-Maschine wirkst.

Wie gehst du mit Hass im Netz um?
Ein lästiges Thema - vor allem für Frauen, die auf Social Media ihre Meinung sagen - sind sogenannte Trolle. Menschen, die dich verunsichern und zum Verstummen bringen wollen. Es bringt nichts, sie von deinem Anliegen überzeugen zu wollen. Ignoriere sie. Oder wenn es zu aggressiv oder diffamierend wird, melde es der Plattform oder stelle sie mit der Veröffentlichung ihrer Posts bloss. Nur dich verunsichern lassen, das solltest du nicht.

Helvetia wünscht dir viel Spass auf Social Media.

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